Theater 2005

Theater 2005

"dreistes Stück im Greisenglück" von Bernd Gombold

Darsteller:

Fred - Michael Knoblich
Hermann - Herbert Mayer
Berta - Sonja Lutzenberger
Karin - Patricia Holzapfel
Alex - Sebastian Geisenberger
Josef - Wolfgang Schmidt
Sieglinde - Martina Hafner
Fatima - Andrea Keitel
Irma Bücheler - Brigitta Schmidt †
Paul Schnitzer - Rainald Haak
Rosi - Yvonne Spengler

Regie:

Wolfgang Schmidt

Handlung:

Im Seniorenheim "Greisenglück" führt die Schwester Oberin, unterstützt vom Heimarzt, ein äußerst strenges Regiment, unter dem die Heimbewohner sehr leiden. Mit teils drastischen Strafmaßnahmen versucht sie, die Senioren einzuschüchtern und so für Ruhe und Disziplin zu sorgen. Opa Müllerschön, sein "verwirrter" Zimmernachbar Paul und die schwerhörige Oma Irma wollen jedoch nicht kuschen und widersetzen sich der gestrengen Oberin bei jeder passenden Gelegenheit. Lediglich Fatima, die quirlige türkische Putzfrau und gute Seele des Hauses, hilft den Heimbewohnern, die alltäglichen Repressalien der Heimleiterin einigermaßen gut zu überstehen. Probleme hat Opa Müllerschön auch mit seinem krankhaft geizigen Sohn Hermann und dessen Frau Berta. Anstatt sich um das Wohl des Vaters zu kümmern, gilt deren einzige Sorge der Tatsache, dass der alte Herr immer noch kein Testament gemacht hat. Bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit erinnern sie ihn daran. Einzig in seiner Enkeltochter Karin hat Opa Müllerschön eine treue und hilfreiche Verbündete, die
ihn unterstützt und angesichts des kargen Speiseplans im Heim mit allerhand Leckereien versorgt. Im Gegenzug findet Karin in ihrem Opa einen treuen Ratgeber, der ihr
bei Problemen mit List und Tücke zur Seite steht. Eines nachts taucht Karin bei ihrem Opa im Seniorenheim auf und sucht eine Bleibe für ihren Freund Alex. Als Mitglied der Rockband "Onkel Doktor und die Krankenschwestern" war dieser nämlich in eine handfeste Schlägerei verwickelt und soll nun im Heim vorübergehend vor der Polizei versteckt werden. Als am
Morgen darauf Fatima wie gewohnt zum Putzen kommt, traut sie ihren Augen nicht. Denn sie findet anstelle von Opa Müllerschön nun den Rocker im Zimmer vor. Um dies aber zu vertuschen, erfindet Opa Müllerschön die wildesten Geschichten - sehr zum Missfallen der aufbrausenden Schwester Oberin. Als Strafe für sein widerspenstiges Verhalten droht ihm die resolute Heimleiterin mit drastischen Maßnahmen: dem Magenschlauch, einem Katheder und sechs Wochen fixierter Bettruhe. Um dies von sich abzuwenden, täuscht der Opa einen Herzinfarkt vor und Rocker Alex gibt sich zudem als Vertreter des Heimarztes aus, der die schützende Hand über dem vermeintlichen Patienten ausbreitet. Mitten in diese missliche Situation platzt auch noch Josef, der jüngere Sohn von Opa Müllerschön. 12 Jahre ist es her, seit die beiden sich zum letzten Mal gesehen haben. Der Möchtegern-Macho Josef gibt sich als vermögender Mallorca-Jet-Setter aus, hat aber in Wirklichkeit all sein Geld verspielt. Vom Besuch beim Vater erhofft er sich ein reiches Erbe und Geldsegen.